Samstag, 15. Oktober 2011

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Noch mehr kreative Möglichkeiten

Die neue Olympus E-410 erfüllt auch Ansprüche von anspruchsvollen Fotografen

Erneut bringt Olympus Nachfolgerinnen von bestehenden Digicam-Systemen auf den Markt. Eine der neuesten Spiegelreflexkameras ist die E-410, die die E-400 ergänzen oder ablösen soll. Sie ist stabil gebaut, aber dennoch ziemlich kompakt. User mit großen Händen werden auf der rechten Seite einen ergonomischen Griff vermissen. Die Seite zum Halten und Auslösen der Kamera ist nicht besonders groß.
Ansonsten finden sich Olympus-Treue sehr gut zurecht, denn die Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet. Beim Einstellrad wird auf Symbolen wie Portrait, Landschaft, Makro, Sport und Nachtportrait sowie Auto, P, A, S, M und Scene zugegriffen. Eine extra Korrekturtaste neben dem Auslöser bietet herausragende kreative Möglichkeiten in einer sehr großen Spannweite von -5 bis +5 – Blendenstufen.
Bei einer Überbelichtung von +5 bleibt der Verschluss lange offen, was verwackelte Bilder nach sich ziehen kann. Zumindest bei bewegten Motiven. So schön diese Belichtungskorrektur ist, so umständlich ist sie zu aktivieren. Die +/- Taste muss gedrückt gehalten werden und eines der Einstellräder (das ohne Symbole) parallel dazu gedreht werden. Das erfordert Übung und Geschick.
Wesentlich einfacher hingegen ist es, mit dem integrierten Blitzlicht zu „spielen“. Links neben dem Blitz befindet sich ein Blitzsymbol und eine Taste, die sowohl den Blitz ausklappt als auch die Blitzmodi auf dem Display erscheinen lässt. Der User kann rote Augen reduzieren, den Blitz manuell abschalten, ihn mit längerer Verschlusszeit bedienen oder nur zu ¼, 1/16 oder 1/64 auslösen. Das beste Ergebnis bei sehr dunklen Motiven erzielt die Wahl von „Slow“ oder auch „Slow2“.
Sowohl das dunkle Zielmotiv als auch die Umgebung werden harmonisch ausgeleuchtet. Bei „Full“ hingegen „säuft“ das Bild mit dem schwarzen Sessel ab. Ebenso unbrauchbar sind die Ergebnisse bei ¼, 1/16 und 1/64. Teilweise ergeben sich Schwierigkeiten bei geblitzten Aufnahmen im Hochformat. Die portraitierte Person wird nur zur Hälfte angeleuchtet. Es empfiehlt sich, den „Slow-Modus“ in Verbindung mit dem Anti-Rote-Augen-Symbol zu verwenden, um solche Resultate zu vermeiden.
Tatsache ist, dass mit der E-410 sehr gute Fotos gemacht werden können, wenn der User die Kamera beherrscht und jede Menge eigener Einstellungen vornimmt. Sich nur auf die vorgegebenen Programme oder die Automatik zu verlassen, kann unter Umständen zu Frust führen.
Nagelneu ist „Live View“. Wie bei den Kompakten kann der Nutzer den Bildausschnitt über den 6,4 Zentimeter großen Hyper Crystal LCD-Monitor wählen. Das kann teilweise von Vorteil sein wie bei einer Sehschwäche oder Motiven aus besonderen Blickwinkeln wie Frosch- oder Vogelperspektive. Über „Menu“ finden sich wie gehabt mannigfaltige Möglichkeiten wie Plus-/Minus-Korrektur (nur bis +2/-2), diverse Messungen (Spot, Hi, SH, mittenbetonte Integralmessung), die AF-Modi (S-AF, C-AF, MF), Auto-Bracketing (Belichtungsreihe) und Anti-Schock.
Sowohl Kontrast, Schärfe als auch Farbsättigung können bis +2/-2 im Menü „Bildmodus“ unter „Natural, Vivid, Muted“ oder „Monoton“ angepasst werden. Selbstverständlich sind auch der Weißabgleich und  die ISO-Zahl variabel. Beim Weißabgleich wird zugleich die Farbtemperatur eingestellt. Die ISO-Werte reichen von 100 bis 1600. Im sehr hohen ISO-Bereich muss Bildrauschen in Kauf genommen werden.
Dank der hohen Auflösungen von 3648 x 2736 bei (HQ = High Quality und SQ = Super High Quality) und 10 Megapixeln gelingen sehr gute, scharfe und hoch vergrößerbare Aufnahmen. Bei der E-410 erscheinen übrigens die Fotos auf dem Display etwas dunkler als auf einem LCD-Rechnerbildschirm. Ein Supersonic Wave Filter sorgt für Staubschutz. Positiv sind der Einsatz einer xd und einer Compact Flash-Speicherkarte sowie die umfassende Auswahl an Profi-Objektiven, angefangen beim Makro über Fisheye bis zum Extrem-Tele. Eine überzeugende Kamera für alle, die sämtliche kreativen Programmiermöglichkeiten für sich ausschöpfen wollen. 
© Corinna S. Heyn

Fotos bei Google +

Technische Daten:
Olympus E-410
Digital-Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektivanschluss
Gesamtanzahl Pixel: rund 11.8000.000
Optischer Pfad: Halbspiegel mit schneller Rückstellung
Schärfentiefe: überprüfbar
Verschluss: computergesteuerter Schlitzverschluss
Belichtungsmessung: TTL-Messung bei voller Öffnung
ISO-Empfindlichkeit: 100 – 1600
Weißabgleich: Bildwandlereinrichtung
Bilddatenspeicher: CF-Karte, xD-Picture Card, Microdrive (16/32-kompatibel)
Auslösermodus: Einzelbild, Serienaufnahme, Selbstauslöser, Fernauslöser
Blitzsynchronisation: Mit Kameraverschlusszeit bis zu 1/180 Sek.
Anschlüsse: USB-Buchse/Video Out-Buchse
Gewicht ohne Akku: 375 Gramm

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